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Institut für Sozialstrategie

 

 

[English version see below]

Liebe Freunde und Freundinnen des Instituts für Sozialstrategie,

ein intensives Jahr liegt nun schon fast hinter uns. Und auch 2017 haben wir nicht nur eine Tagung veranstaltet, sondern auch durch Veröffentlichungen eine Reihe von Impulsen zur Gestaltung der Zivilgesellschaft geben können. Aber nichts ist vollkommen, und so freuen wir uns, wenn auch aus Ihrem Kreis neue Beiträge für unseren Blog und für unsere Homepage kommen!

Am 29. und 30. Juni 2017 fand im Weltethos-Institut in Tübingen unsere Fachtagung „Interreligiöse Kompetenz“ statt. Wir konnten namhafte Referentinnen und Referenten gewinnen und die auf der Homepage veröffentlichten Thesen zur Bedeutung interreligiöser Kompetenz in der Gegenwartsgesellschaft erörtern. Wichtig war zum einen die Berücksichtigung auch atheistischer und agnostischer Positionen (Lisz Hirn), zum andern die Frage nach dem Beitrag eines demokratiefähigen Islam (Amani Abu-Zahra, Erdal Toprakyaran, Ulrich Hemel) und der Bedeutung religiöser Erziehung für ein friedliches Zusammenleben der Religionen (Manfred Pirner, Klaus von Stosch). Dass Glauben nicht nur eine religiöse Aktivität ist, sondern in Form von „Kreditionen“ zum Alltag gehört, beleuchtete auf innovative Art und Weise Hans-Ferdinand Angel (Universität Graz).

Ein Nachklang der Vorjahrestagung waren einige Veröffentlichungen im Journal des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover, so beispielsweise der auch im ifs veröffentlichte Beitrag von Ulrich Hemel zur Frage Sind Menschenrechte in der digitalen Welt eine Utopie?“ (Siehe auch fiph-Journal Nr.30/2017)

Dieses Thema gewinnt auch unter anderer Perspektive weiter an Bedeutung. Durch die Wahl des ifs-Direktors Ulrich Hemel zum Bundesvorsitzenden des BKU („Bund Katholischer Unternehmer“) ergeben sich nämlich weiterführende Vernetzungsmöglichkeiten. So steht die Jahrestagung des BKU am 19. und 20. Oktober 2018 in Heidelberg unter dem Motto „Menschlichkeit 4.0 – Christliche Soziallehre 4.0 – Digitale Transformation und Menschenwürde“.  Dieser Menschenwürde-Aspekt wird in der landauf landab geführten Digitalisierungsdiskussion häufig vergessen, ist aber von zentraler Bedeutung für die Zukunft.

In eine ähnliche Richtung gehen die Ergebnisse des diesjährigen Stragegietags des ifs. Hier haben wir u. a. die Anlehnung an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (United Nations Sustainable Development Goals) positiv aufgegriffen. Und Mario Faust-Scalisi hat nicht nur ein Exposé über die globale Zivilgesellschaft in Zeiten der Renationalisierung und des Populismus vorgetragen, sondern auch einen Beitrag zum Thema verfasst („UN Sustainable Development Goals – ein Auftrag an die Zivilgesellschaft?“). Ulrich Hemel konnte seinen Beitrag über „Globale Zivilgesellschaft in Zeiten von Protektionismus und Renationalisierung“ in der externen Publikation „The European“ platzieren.

Zu weiteren externen Beiträgen des Instituts gehört ein Plädoyer von Ulrich Hemel zu alternativen Formen der Kirchenfinanzierung in der „Welt am Sonntag“ im August 2017 „Davon geht die Kirche nicht unter“, aufgegriffen auch in „Business Insider“ unter dem Titel „Kirchensteuer in Deutschland- ein Relikt vergangener Zeiten?“

Kurz vor der Bundestagswahl konnten wir Wolfgang Gerz dafür gewinnen, die Information der Öffentlichkeit durch parlamentarische Fraktionen zu problematisieren, denn die Grenzlinie zwischen Regierungshandeln und Partei-Information stellt die Demokratie immer wieder vor Aufgaben der kritischen Abwägung.

Im Themenfeld Gesundheit arbeitete Ulrich Hemel einige Thesen zum Thema „Arzt-Patienten-Beziehung: Medizin, Zivilgesellschaft, Sozialstrategie“ aus. Im Gegenzug erhielten wir den Artikel „Arbeit in Wärme und Hitze“ der Coregroup Arbeitsmedizin der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie zur Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Der Themenbereich Wirtschaft wurde durch einen Gastbeitrag von Kurt Grass „Einer für Alle – Alle für Einen“ bereichert, der sich kritisch mit den persönlichen Risiken der wirtschaftlichen Selbständigkeit in der Gesellschaft auseinandersetzt. Ein Beitrag von Ulrich Hemel erschien im renommierten WiWo-Management.Blog „Boni helfen wenig, gute Führung beflügelt“.

Innerhalb des ifs-Teams gibt es immer wieder Veränderungen. So dürfen wir neu als Mitarbeiterin im Bereich „Organisation und Öffentlichkeitsarbeit“ Anne Häseker begrüßen. Sehr bewährt hat sich der Förderverein, weil er eine gewisse institutionelle Stabilität hervorbringt. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen (Details s. unten)!

Darüber hinaus freuen wir uns, berichten zu können, dass Ulrich Hemel neuerdings im Internationalen Wirtschaftssenat im Aufsichtsrat wie auch als Compliance- und Ethikbeauftragter tätig ist. Ebenso gab er gemeinsam mit Jürgen Manemann vom fiph das Buch „Heimat finden und erfinden“ heraus. Das Buch beleuchtet den bislang wenig reflektierten und beachteten  Begriff der Heimat in der Bewegung zwischen Identitätsbildung und Distanzierung, und zwar vor allem aus sozialwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive.

Im nächsten Jahr ist eine Kooperationstagung zum Thema Globalisierung ohne Opfer!?“ geplant, die noch in Vorbereitung ist und vermutlich am 30. Juni 2018 stattfindet.

Nun darf ich Ihnen und Euch allen eine gute Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und – schon jetzt – ein gutes neues Jahr 2018 wünschen!

 

Alles Gute!

Ulrich Hemel

 


Dear friends of the Institute for Social Strategy,

we nearly reached the end of an intense year. In 2017, we not only organized a symposium but also gave various impulses for shaping global civil society through our publications. But nothing is perfect and we are always welcoming contributions for our blog and homepage from your side!

On June 29 and 30, our conference on „interreligious competence“ was held at the Weltethos-Institut in Tübingen, Germany. We were able to acquire renowned speakers and could discuss our theses about the meaning of interreligious competence in today’s society. We regarded as important the consideration of atheistic and agnostic positions (Lisz Hirn) as well as the question about a democtratic Islam (Amani Abu-Zahra, Erdal Toprakyaran, Ulrich Hemel) and the meaning of religious education for a peaceful living together of the religions (Manfred Pirner, Klaus von Stosch). Last but not least, Hans-Ferndinand Angel (Universität Graz) presented his innovative thesis of believing being not only a religious activity but also a part of our everyday life in form of „creditions“.

 

A follow-up to our last year’s conference were some publications in the Journal of the  Research Institute for Philosophy in Hanover. One example is Ulrich Hemel’s paper on human rights in the digital world [DE, Sind Menschenrechte in der digitalen Welt eine Utopie?“, see also fiph-Journal No.30/2017].

This topic is gaining relevance also from a different perspective. ifs director Ulrich Hemel was elected asas chairman and president of the BKU („Bund katholischer Unternehmer“ / „Association of Catholic Entrepreneurs“). This position enables various further network-possibilities for the ifs. On October 19 and 20, the yearly BKU-conference in Heidelberg takes place under the motto „Humanity 4.0 – Christian Social Theory 4.0 – Digital Transformation and Human Dignity“. This aspect of human dignity is quite often forgotten in today’s discussion about digitalization, but is of great importance for the future.

The outcomes of this year’s ifs strategy day point to a similar direction: We positively decided for an orientation towards the 17 United Nations Sustainable Development Goals. Mario Faust-Scalisi not only presented an outline about global civil society in times of renationalization and populism but also wrote a paper about the UN Sustainable Development Goals and civil society [DE,„UN Sustainable Development Goals – ein Auftrag an die Zivilgesellschaft?“]. Ulrich Hemel could place his thoughts about global civil society in times of protectionism and renationalization in „The European“ [DE, „Globale Zivilgesellschaft in Zeiten von Protektionismus und Renationalisierung“).

Among the further external publications of the ifs is Ulrich Hemel’s plea for alternative forms of church funding [DE, „Welt am Sonntag“ in August 2017: „Davon geht die Kirche nicht unter“ ; „Business Insider: „Kirchensteuer in Deutschland- ein Relikt vergangener Zeiten?“].

Shortly before this year’s federal elections in Germany, Wolfang Gerz problematized the public information of parliamentary fractions [DE,  Die Information der Öffentlichkeit durch parlamentarische Fraktionen]. The borderline between governmental action and party information always requires new tasks of critical assessment.

In our topic area „Health„, Ulrich Hemel developed several theses about the relation between doctor and patient in the context  of civil society [DE, „Arzt-Patienten-Beziehung: Medizin, Zivilgesellschaft, Sozialstrategie“]. Conversely, we could publish the article of the core group Occupational Healthcare of the German Society for Phlebology about working in the heat [DE, „Arbeit in Wärme und Hitze“].

Our topic area „Economy“ was  enriched through a guest contribution by Kurt Grass [DE, „Einer für Alle- Alle für Einen“], who critically engages with the personal risks of self-employment in our society. Moreover, an article of Ulrich Hemel about bonuses and leadership was published in the renowned WiWo-Management blog [DE, „Boni helfen wenig, gute Führung beflügelt“].

Within the ifs team, there are also changes all the time. We warmly welcome Anne Häseker in the area of organization and public relations. Further, our friend’s association proved itself in yielding a certain institutional stability. New members are always welcome (details see below)!

Moreover, we are happy to inform you about Ulrich Hemel’s new activity in the supervisory committee as well as commissioner for compliance and ethics for the World Economic Council. Also, he edited, together with Jürgen Manemann from the fiph, the new publication about the German term „Heimat“, the German, emotional notion for ‚home‘ [DE, „Heimat finden und erfinden“]. The book sheds light onto the barely discussed term of “home” in its dialectics between identity and distance-seeking movements, especially from the point of view of philosophy and social sciences.

For 2018,  we are planning a cooperation conference on the topic „Globalization without Victims?!„, which is expected to take place on June 30, 2018.

But for now, I would like to wish you a peaceful Advent’s season, a merry Christmas and all the best for the upcoming year 2018.

Best regards,

Ulrich Hemel

 

 

 


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